Eigenen Grundriss hochladen
Die meisten Raumplaner wollen, dass du deine Wohnung erst Wand für Wand nachbaust, bevor du die erste Anordnung ausprobieren darfst. Diesen Schritt lässt ToScale weg: Lade den Grundriss hoch, den du ohnehin hast – einen Screenshot aus dem Exposé, eine Seite aus dem Prospekt oder ein Foto vom ausgedruckten Plan – und genau der wird deine Zeichenfläche.
Nach dem Hochladen setzt du den Maßstab ein einziges Mal, indem du eine Länge markierst, die du kennst – eine Wand, ein eingedrucktes Raummaß oder eine Zimmertür. Ab da wird jedes Möbelstück mit seiner echten Breite und Tiefe auf deinem echten Grundriss gezeichnet, also sind die Abstände, die Laufwege und der Platz, den deine Türen zum Aufgehen brauchen, genau die aus deiner Wohnung. ToScale nimmt PNG, JPG, WebP und HEIC, läuft im Browser am Rechner wie am Handy – du kannst den ausgedruckten Plan also einfach abfotografieren – und braucht kein Konto.
Maßstab setzen – je nachdem, woher dein Grundriss kommt
Jeder Grundriss lügt ein bisschen, und jeder auf seine eigene Art. Der Maßstab ist immer nur so gut wie die Referenz, die du anklickst – bevor du eine Länge markierst, solltest du deshalb wissen, worauf deine Quelle überhaupt verlässlich ist. Das sind die Pläne, die am häufigsten hochgeladen werden, und was du bei jedem davon glauben darfst.
| Woher der Plan stammt | Worauf er verlässlich ist | Woran du den Maßstab setzt | Wo er danebenliegt |
|---|---|---|---|
| Exposé vom Makler oder von der Hausverwaltung (PDF) | Zuschnitt der Zimmer, Lage von Türen und Fenstern und die eingedruckten Raummaße, die meist aus den Bauunterlagen stammen | Ein eingedrucktes Raummaß – nimm das längste auf dem Plan, am besten Flur oder Wohnzimmerwand | Die eingedruckten Maße werden an der breitesten Stelle genommen, Nischen, Vorwände und Installationsschächte sind nicht abgezogen: Aus 4,20 m Wand werden schnell 3,60 m, an denen wirklich etwas stehen kann |
| Bauträger- oder Neubauprospekt | Die Proportionen und die Aufteilung, wie sie geplant ist | Ein angegebenes Raummaß, danach mit einer Zimmertür gegenprüfen (Türblatt meist 73,5 oder 86 cm) | Prospektpläne sollen verkaufen, nicht bauen: Wände werden dünn gezeichnet oder weggelassen, und die Maße beziehen sich oft auf den Rohbau – mit Putz und fertigem Wandaufbau wird der Raum auf jeder Seite ein paar Zentimeter kleiner |
| Architekten- oder Bauantragsplan | Fast alles – die genaueste Quelle, die du hochladen kannst, mit Maßstabsleiste, Maßketten und echten Wandstärken | Die Maßstabsleiste, wenn eine da ist, sonst eine beliebige Maßkette | Auch er zeigt den Rohbau: Putz, Dämmung, Vorsatzschalen und Sockelleisten fehlen. Und ein 1:50-Plan, der auf A4 verkleinert oder skaliert ausgedruckt wurde, ist kein 1:50 mehr |
| Screenshot aus einem Immobilienportal | Die Aufteilung und die groben Proportionen, mehr nicht | Ein eingedrucktes Raummaß, falls der Screenshot eines erwischt hat; sonst eine Zimmertür (Türblatt 73,5 oder 86 cm) oder die Badewanne (meist 170 × 75 cm) | Das Portal hat das Bild fürs Web skaliert, damit ist jede Maßstabsleiste und jede Angabe „1:100“ darauf wertlos – vertrau auf einem Screenshot nie einer Maßstabsangabe, nur einer gemessenen Länge |
| Selbst gezeichnete Skizze | Wie viele Zimmer es gibt und was ungefähr wo liegt | Eine Länge, die du selbst mit dem Maßband genommen hast – miss zwei und nimm die längere | Skizzen sind weder rechtwinklig noch proportional: Ecken driften von 90° weg, und kurze Wände werden zu lang gezeichnet. Setzt du den Maßstab an einer kurzen Wand, vervielfacht sich dieser Fehler über den ganzen Plan |
| Export oder Screenshot aus einer anderen Planer-App | Die Wandpositionen, weil sie in der App maßstabsgetreu gezeichnet wurden | Eine Wand, deren Länge du kennst, oder ein Objekt aus dem Export, dessen Maß du selbst eingetragen hast | Der Export ist oft beschnitten oder mit Rand versehen – und wenn die Vorlage schon der ungenaue Prospektplan war, steckt dessen Fehler weiter drin und sieht jetzt nur präziser aus |
Egal woher der Plan kommt: Prüf den Maßstab, bevor du einer Anordnung traust. Leg dazu ein Möbelstück, das du besitzt und ausgemessen hast, zur Kontrolle auf den Plan, oder vergleich eine eingezeichnete Zimmertür mit ihrem echten Maß. Wenn eine bekannte 86-cm-Tür sichtbar falsch herauskommt, war die Referenzlänge falsch – und jede Platzierung danach ist um genau denselben Faktor daneben.
Häufige Fragen
- Was kann ich hochladen?
- Jedes Grundrissbild: PNG, JPG, WebP oder HEIC. Screenshots aus dem Exposé-PDF, Fotos von ausgedruckten Plänen und eingescannte Prospektseiten funktionieren alle – wenn du die Wände erkennen kannst, kannst du darauf planen.
- Muss ich die Wände nachzeichnen oder abpausen?
- Nein. Das Bild selbst ist die Zeichenfläche. Du markierst nur eine bekannte Länge für den Maßstab – einen Schritt zum Wändezeichnen gibt es gar nicht.
- Mein Grundriss hat keine Maßstabsleiste. Geht das trotzdem?
- Ja. Jede Länge, die du kennst, taugt als Referenz: ein eingedrucktes Raummaß, eine Zimmertür (in Deutschland meist 73,5 oder 86 cm Türblatt, die lichte Durchgangsbreite ist ein paar Zentimeter kleiner; in Österreich und der Schweiz wird meist die lichte Öffnung angegeben, typisch 80 oder 90 cm) oder ein Möbelstück, das du besitzt und nachmessen kannst.
- Geht das auch am Handy?
- Ja. Du fotografierst den ausgedruckten Plan mit der Handykamera, lädst ihn direkt hoch, zoomst mit zwei Fingern und schiebst die Möbel mit dem Finger an ihren Platz. Manche Planer setzen einen Desktop-Rechner voraus – ToScale ist ausdrücklich auch für den Browser am Handy gebaut.